Tuesday, August 27, 2013

A Zombie named Denise

Von Charles Dickens wird überliefert, dass Fröhlichkeit und Zufriedenheit das Geheimnis der Schönheit sind und - aufgepasst meine Herren und Damen! - beides jugendliches Aussehen konserviert. Das volle Haar gewinnt man jedoch mit innerer Zufriedenheit nicht zurück, dass habe ich aus langen Phasen von Versuch und Irrtum gelernt. Aber wie kommt man nur auf solch ein Thema? Midlife Crisis? Der Bauchumfang größer als der Spiegel? Neue Falten, dort wo keine sein sollten? Falsche Spur. Der Anlass ist banal: Ich hatte mir aus Gründen des Zeitvertreibes ein paar Folgen einer neuen Serie aus den Staaten angesehen, wobei ich noch nicht weiß, ob diese mir gefällt. High School, Menschen unter 20 Jahren mit Problemen, die einen schon lange selbst nicht mehr betreffen - eine schmerzfreie Sache also. Der Herr des Fernsehwesens möge mich mit anspruchsvollen Zeug die nächste Zeit verschonen bitte! Getreu den Prinzipien des lauteren Kulturbolschewismus folgend, bewaffnete ich mich mit einer Tüte Chips und grünem Tee aus einem Plastikbecher und harrte der Dinge, mit denen sich das amerikanische Jungvolk herumplagen muss. Und siehe da: Eine gewisse Chemie zwischen den Darstellern ist nicht zu leugnen, das Drehbuch ist ok und ich bin nicht überfordert. Dann jedoch kam der Auftritt der Mutter unseres jugendlichen Helden...

Ich kann es nur mit einem Wort beschreiben: Grauenhaft. Obwohl Miss Denise Richard alles aufweist, was so als schick gilt, wie Hungerhaken-Figur, lange Haare, blond, mit Brüsten bewaffnet, ist sie häßlich, wie die Nacht finster ist. Und ich bin kein Mensch, der leichtfertig mit harschen Urteilen über das Aussehen anderer Menschen ist, denn ich kann Schönheit in vielen Dingen sehen. Aber diese Frau ist ein weiblicher Zombie, bei dem Botox und die Chirurgen jegliche Fähigkeit zu einem Gesichtsausdruck für teuer Geld entfernt haben. Lassen Sie es mich so ausdrücken: Steven Seagal, der es immerhin auf ganze drei Gesichtsausdrücke in seiner langen Filmkarriere gebracht hat, hat einen neuen Meister gefunden.  

Was haben wir also gelernt?
Äußere Schönheit ist eine Last, die mit Würde getragen werden muss - dies gelingt nur wenigen Menschen. Denise Richard gehört nicht dazu. Des weiteren, das Wikipedia ein Quell unerschöpflicher Weisheiten ist: Schönheit ist ein positiv besetzter Begriff und von Wertvorstellungen und Bewertungszielen abhängig, die durch gesellschaftliche Konventionen geprägt werden. Sollte ich mein Urteil revidieren oder abschwächen müssen? Denn die ungeschriebenen Gesetze von Hollywood / Los Angeles lassen einen natürlichen Alterungsprozess nur selten zu, wenn man noch einen Job jenseits der 40 haben will. Auch wenn mich das Geschöpf frankensteinscher Gesichtschirugie im Grunde meines Herzens dauert: Der Daumen bleibt unten und ich raschle drohend mit meiner Chipstüte Richtung Monitor!